1. Dialog

Der 1. Ehrenfeld Dialog fand am 25. Oktober 2012 statt.

Gastgeber_innen waren…
Weinhandlung ‚Gharavi‘, Second Hand-Laden ‚Besser als Schokolade’, Reformhaus & Naturkosmetik Fischer, Teeladen ,Tee de Cologne, Café Herr Landmann, Rosenholz (Naturkosmetik) und Coaching-Salon Oliver.

Ein Erlebnisbericht aus Sicht eines Teilnehmers

Rosenholz – Naturkosmetik, hierhin hätte ich es mich ohne den Ehrenfeld Dialog ganz sicher nicht verschlagen. Aber genau deshalb hatte ich mich ja angemeldet, um neue Leute und neue Sichtweisen auf Ehrenfeld kennenzulernen. Und so stehe ich um 20 Uhr in einem weiß gehaltenen Ladelokal am Ehrenfeldgürtel und frage mich, ob der Tisch hier immer steht, weil er so gut in die Einrichtung passt.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde gehen wir für den Abend zum „du“ über. Schnell sind wir uns einig: Wir wohnen gerne in Ehrenfeld. Auch wenn für einige der Umzug hierher zuerst ein „sozialer Abstieg“ war, so schätzen wir doch alle die gute Verkehrsanbindung, das kulturelle Leben und die die gute Nahversorgung. „Ich hab eigentlich alles im Umkreis von 100m“, meint eine Freundin der Gastgeberin. Auch wenn ich diese Aussage dann doch etwas gewagt finde, etwas Wahres ist schon dran. Heimat ist Ehrenfeld trotzdem nicht für alle von uns – sei es wegen der Jugend in der Südstadt oder dem Haus im Westerwald. Trotzdem: Wegziehen – nein das will keiner von uns.

Es entspannt sich eine muntere Diskussion über Kindergärten und Schulen und die Jagd nach guten Noten im Allgemeinen, die Geschäfte auf der Venloer Straße und den Wandel in Ehrenfeld in den letzten Jahren, den man noch heute in einigen Straßen beobachten kann. Unterbrochen von vereinzelten Zwiegesprächen, die die Moderatorin freundlich auflöst, überlegen wir aber dann wie wir beim nächsten Ehrenfeld Dialog einen breiteren Bevölkerungsquerschnitt versammeln können. Denn auch an diesem Abend sind wir als gute gebildete Ehrenfelder ohne Migrationshintergrund unter uns. Ehrenfeld Dialog bedeutet aber eigentlich, dass auch Menschen mit einem anderen kulturellen Hintergrund und ohne Uni-Diplom dabei sind. Vielleicht sollten wir uns beim nächsten Mal in der Moschee treffen oder müssen die Werbepostkarten einfach nur anders aussehen? Ein Ergebnis finden auch wir an diesem Abend nicht – wir werden es wohl einfach ausprobieren müssen. Denn beim nächsten Mal wieder mitmachen, dass wollen alle – verwundert darüber wie gute Gespräche man mit Menschen führen kann, mit denen einen eigentlich nur eines verbindet: Ehrenfeld.

Der Tisch – das erfahre ich zum Abschluss – steht übrigens immer mitten im Raum. Die Ehrenfelder sitzen offenbar selbst in Ladenlokalen gerne zusammen. Vielleicht kaufe ich hier doch mal ein… irgendwann… ein kleines Geschenk oder so.

 

Einladungsplakat zum 1. Ehrenfeld Dialog

Hier geht es zum Download: Plakat (pdf)